Amalgam: Gefahrgut im Mund?

Amalgam bleibt als Füllmaterial in der Zahnversorgung umstritten

(mpt). Quecksilber gehört zu den giftigsten Substanzen, welche die Menschheit kennt. Schon rund zwei Gramm können tödlich sein. Und doch haben dieses "Gefahrgut" Millionen Bundesbürger im Mund: Amalgamfüllungen bestehen zu rund 50 Prozent aus dem Schwermetall. Über die möglichen Gesundheitsrisiken des langlebigen und preisgünstigen Materials ist sich die Ärzteschaft bis heute uneinig.

Entfernung von altem Amalgam generell nicht nötig

Sollte man altes Amalgam also sicherheitshalber aus den Zähnen entfernen lassen? Dr. Gunnar Frahn, Zahnarzt und freier Sachverständiger für Prothetik (DGPro) aus Berlin, spricht sich dagegen aus: "Das ist generell nicht nötig. Nur bei alten, porösen und verschlissenen Füllungen kann es medizinisch sinnvoll sein, einen Materialwechsel vorzunehmen." Viele Menschen befürchten zudem, dass alte Amalgamfüllungen die Ursache für ihre Allergien sein könnten. Auch diesen Sorgen erteilt Dr. Frahn eine klare Absage: "Alte Amalgamfüllungen spielen als Ursache für eine Allergieproblematik klinisch so gut wie keine Rolle." Dieser Zusammenhang werde zwar immer wieder von ganzheitlich orientierten Zahnmedizinern, Heilpraktikern oder Homöopathen behauptet, einen konkreten wissenschaftlichen Beweis gebe es dafür aber nicht.

Höherwertige Lösungen zu überschaubaren Kosten

Ganz unabhängig von den gesundheitlichen Risiken entscheiden sich immer mehr Bundesbürger heute aus ästhetischen Gründen gegen das dunkle Amalgam und für alternative Füllungsmaterialien wie Keramik, Kunststoff oder Goldfüllungen. Diese hochwertigen Lösungen sind für den Patienten allerdings mit Mehrkosten verbunden, von der Kasse gibt es lediglich einen Festzuschuss für die Regelversorgung. Mit dem Abschluss einer Zahnzusatzversicherung können gesetzlich Versicherte ihren Eigenanteil bei hochwertigen Füllungen bis auf null reduzieren. So gibt es etwa von den Ergo Direkt Versicherungen leistungsstarke Tarife zum Thema Zahnerhalt. Die verbleibenden Kosten für hochwertige Inlays und Onlays aus Gold oder Keramik sowie Kunststofffüllungen werden dabei vollständig erstattet.

Quelle: deutsche journalisten dienste (djd),
Gesundheitsthemen